| Marokko / Naturwunder des Maghreb - DVD |
20,95 EUR incl. 19 % UST exkl. |
Art.Nr.: DV066
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DVD 066 / ca. 58 Min GEOEXPLORER: Expedition durch die Erdgeschichte Marokkos Begleiten Sie uns auf einer aufregenden Reise durch die Tiefe der Zeit. Unsere Expedition führt zu den steinernen Attraktionen Marokkos, welche die Natur in den letzten 600 Millionen Jahren geschaffen hat. Lassen Sie sich entführen zu bizarren Granitlandschaften, tosenden Wasserfälle, riesigen Canyons, abenteuerlichen Höhlen und besuchen Sie das El Dorado der Fossilpräparation im Tafilalt. Lassen Sie sich verzaubern von Erdgeschichten aus dem Anti-Atlas, Hohen Atlas und Mittleren Atlas. Kommen Sie mit und lernen Sie Marokko aus einer ganz neuen faszinierenden Perspektive kennen. Granite von Tafraoute; Algenmatten bei Ouarzazate; Ordovizische Vereisungsspuren; Silurische Graptolithenschiefer im Anti-Atlas; Orthoceras-Kalksteine bei Tazzarine; Schlammhügel bei Erfoud; 200 Millionen Jahre alte rote Flusslandschaft im Argana-Tal; Karstschacht von Friouato im Mittleren Atlas; Cascades D'Ouzoud Wasserfälle im Hohen Atlas; Die Dades- und Todra-Schluchten im Hohen Atlas; Blow Holes nördlich von Agadir; Tertiärer Felsendom im Hohen Atlas; Merzouga Sanddünen. Produktion: Dr. Sebastian Lüning - Seven Continents / Coverfotos: Seven Continents Sprache: Deutsch / Code: 0 ISBN 978-3-86925-060-1 / EAN 4018187900668 INFO-Programm gemäß § 14 JuschG Granite von Tafraoute Eine bizarre Landschaft in einem abgelegenen Gebirgskessel mitten im östlichen Anti-Atlas. Vor 550 Millionen Jahren wanderten in diesem Gebiet heiße Gesteinsschmelzen durch den Untergrund. Das Gestein schmolz, weil mehrere große Kontinentalblöcke zusammenstießen, Afrika bildeten und dabei große Hitze erzeugten. Die Granite von Tafraoute sind heute von Wind und Wasser einzigartig herauspräpariert und bilden seltsame Felsnadeln und Wackelsteine. Algenmatten bei Ouarzazate Schließlich war Afrika gebildet, die Kräfte der Tiefe ließen allmählich nach. Die Südkontinente waren miteinander verbunden und formten die große Platte Gondwana. Die Lebewelt war noch wenig entwickelt und das Meer das Marokko überflutete war voll von schleimigen "Algenmatten", die aus Blaugrün-Algen bestanden. Die "Welt des fossilen Schleims" ist heute zu Stein geworden und bildet große Teile des Anti-Atlas. Ordovizische Vereisungsspuren Vor 440 Millionen Jahren wurde es kalt in Marokko, das damals unweit des Südpols lag. Innerhalb weniger tausend Jahre bildeten sich über Nordafrika und der Sahara riesige Eiskappen. Die Gletscherschrammen sind bis heute erhalten und können bei Tazzarine und Zagora bestaunt werden. Silurische Graptolithenschiefer im Anti-Atlas Nach 200.000 Jahren war der Spuk wieder vorbei - das Eis taute ab. Das Meer musste plötzlich gigantische Schmelzwassermengen aufnehmen. Der Spiegel der Meere stieg und stieg. Am schlecht durchlüfteten Meeresboden bildete sich ein schwarzer Faulschlamm. Von der Wasseroberfläche rieselten Graptolithenkadaver herunter, die heute ein beliebtes Objekt für Fossiliensammler abgeben. Orthoceras-Kalksteine bei Tazzarine Etwas später im Zeitalter des Silur betrat eine andere Tiergrupp die Bühne. Tintenfischähnliche "Geradhörner" schossen durch den Ozean. Ihre Überreste bilden die Grundlage für eine Fossilindustrie in Erfoud, die den aufregenden Orthoceras-Kalk in die verschiedensten Formen bringt und weltweit vertreibt. Schlammhügel bei Erfoud Unweit von Erfoud ragt eine Gruppe von rundlichen Kalkfelsen in den Himmel, ein Anblick den man vor knapp 400 Millionen Jahren im Devon nur als Taucher an dieser Stelle hätte genießen können. Die Hamar Lakhdad Schlammhügel entstanden vermutlich über heißen vulkanischen Quellaustritten, die Nährstoffe und Energie für die Baumeister zur Verfügung stellten. 200 Millionen Jahre alte rote Flusslandschaft im Argana-Tal Das Meer verschwand schließlich, als Marokko mit Nordamerika zusammenstieß und sich der Untergrund hob und auffaltete. Ein Gebirge entstand, an dem sich jedoch sogleich wieder die zerstörerischen Kräfte der Natur zu schaffen machten. Der rot gefärbte Abtragungsschutt ist heute im Argana-Tal, zwischen Agadir und Marrakesch zu finden. Weite Flusssysteme transportierten damals den Schutt in Richtung Meer. Karstschacht von Friouato im Mittleren Atlas Irgendwann war der Schutt zu Ende und der Meeresspiegel war im Zeitalter des Jura wieder soweit gestiegen, dass sich ein tropisches Kalkmeer in Marokko entwickelte. Korallen, Muschen, Schnecken - der ehemalige Meeresboden bildet heute weite Teile des Hohen und Mittleren Atlas. Säurehaltige Grundwässer haben bereits regelrechte Tunnelsysteme in das Gebirge geätzt. Ein solches heraus gelöstes Loch ist der Karstschacht von Friouato, der Eingang zu einem abenteuerlichen Höhlensystem in der Nähe von Taza. Cascades D'Ouzoud Wasserfälle im Hohen Atlas Die höchsten und schönsten Wasserfälle der Jura-Kalk-Landschaft sind die Cascades d'Ouzoud, etwa zwei Stunden nordöstlich von Marrakesh. Hundert Meter tief stürzen sich hier die Wassermassen und haben schöne Sintervorhänge gebildet. Die Dades- und Todra-Schluchten im Hohen Atlas An anderer Stelle im Hohen Atlas haben Flüsse tiefe Schluchtenlandschaften geschaffen. Die Dades-Schlucht ist der Grand Canyon Marokkos. Der Fluss existierte bereits bevor der Hohe Atlas aufstieg und konnte so in aller Ruhe die Gebirgshebungen im Laufe der Zeit ausgleichen und seinen Kurs beibehalten. Blow Holes nördlich von Agadir Löcher im Kalk spielen auch an der Jura-Küste nördlich von Agadir eine große Rolle. Bei stärkerem Seegang pressen die auf die Küste auflaufenden Wellen Wasser in die Hohlräume des Kalks. Auf der landseitigen Öffnung spritzt dieses Wasser dann fontänenartig wieder heraus, so dass man sich für einen Moment wie in Island bei den Geysiren fühlt. Tertiärer Felsendom im Hohen Atlas Gegen Ende der Kreide gerieten Afrika und Europa aneinander und kollidierten. Dabei wurden der Hohe Atlas, der Mittlere Atlas und das Rif-Gebirge aufgefaltet. Die Schuttmassen dieser neuen Gebirge sammelten sich in den Gebirgstälern und verfestigten sich zum Teil gleich wieder. Tief im Hohen Atlas hat die Natur am Felsen des Amesfrane säulenhafte Strukturen aus diesem Schutt herauspräpariert. Frühe Reisende verglichen die Form des Felsens mit der einer Kirche, was den Zweitnamen "la Cathedral" erklärt. Merzouga Sanddünen Kein Gebirge ist für die Ewigkeit gebaut. Das Endprodukt des natürlichen Zerfalls ist Quarzsand. Nahe Erfoud türmen sich die Sanddünen von Merzouga auf und geben einen Vorgeschmack auf die großen Sanddünensysteme in der algerischen und libyschen Sahara.
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